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Zum Tag des Respekts: Tierschutzbund fordert tierschutzgerechtes Taubenmanagement statt Vertreibung

Pressemeldung vom 16.09.2026

Stadttauben sind ein alltäglicher Anblick in vielen Städten – und dennoch werden sie häufig als störend empfunden. Zum Tag des Respekts am 18. September lenkt der Deutsche Tierschutzbund mit seiner Kampagne #RespektTaube den Blick auf das Leid der Tiere und appelliert an Gemeinden und Städte ein gutes Zusammenleben zu ermöglichen.

„Viele Menschen begegnen Stadttauben noch immer mit Vorurteilen und Ablehnung und die Anzahl der Tiere stellt viele Kommunen vor Herausforderungen. Gewalt, Vertreibung oder andere tierschutzwidrige Maßnahmen sind jedoch nicht zu rechtfertigen. Nicht jeder muss Tauben lieben – aber als fühlende Lebewesen verdienen sie Respekt und einen verantwortungsvollen Umgang, wie alle anderen Tiere auch”, sagt Nadine Sterz, Referentin Campaigning beim Deutschen Tierschutzbund. Immer wieder sorgen Fälle, in denen Tauben misshandelt, vergiftet oder getötet werden, bundesweit für Entsetzen. In Köln wurden im vergangenen Jahr zahlreiche schwer erkrankte und tote Tauben entdeckt; Tierschützer vermuteten eine Vergiftung, die Polizei ermittelte. Auch in Freiburg wurden dieses Jahr Tauben durch mutmaßliche Schüsse beziehungsweise nadelartige Geschosse verletzt oder getötet – einer Taube wurde sogar eine Nadel durch den Kopf gestochen. In Fellbach wurde eine Taube mit mehreren Projektilen im Körper aufgefunden.

Artgerechte Versorgung und kontrollierte Bestände

Stadttauben sind Nachkommen domestizierter Haustauben. Ihre Fähigkeit, sich das ganze Jahr über zu vermehren, ist eine Folge der Züchtung. Das Leben der Tauben ist eng an den Menschen gebunden, doch die Bedingungen für die Tiere sind in den Städten mehr als schwierig: Da sie häufig kein artgerechtes Futter finden, ernähren sich Tauben von Essensresten und Abfällen, obwohl sie von Natur aus Körnerfresser sind. Dies führt zu Mangelernährung, gesundheitlichen Problemen und dem dünnflüssigem “Hungerkot”, der häufig für Ärger sorgt. Geeignete Brutstätten finden Tauben kaum noch, sodass es an dicht besiedelten Brutplätzen zu Kotansammlungen kommt. Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich deshalb für ein umfassendes, tierschutzgerechtes Stadttaubenmanagement mit betreuten Taubenhäusern oder Taubentürmen ein. Dort erhalten die Tiere artgerechtes Futter und können geschützt brüten. Die gelegten Eier werden gegen Attrappen ausgetauscht. Mittelfristig lässt sich auf diese Weise die Zahl der Tauben tierschutzgerecht reduzieren, während zugleich ihr Leid verringert wird.

Hinweis an die Redaktionen:

Mit seiner Kampagne #RespektTaube setzt sich der Deutsche Tierschutzbund seit Jahren für einen respektvollen Umgang mit Stadttauben ein. Die Kampagne informiert über die tatsächlichen Hintergründe rund um Stadttauben, räumt mit weit verbreiteten Vorurteilen auf und trägt dazu bei, das negative Image der Tiere zu korrigieren. Darüber hinaus unterstützt der Deutsche Tierschutzbund die Städte und Gemeinden mit Informationsmaterial und praxisnahen Konzepten, etwa zur tiergerechten Regulierung der Taubenpopulation durch betreute Taubenhäuser und Taubentürme.

Quelle: Dt. Tierschutzbund

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Motiv der Kampagne #RespektTaube des Deutschen Tierschutzbundes
Motiv der Kampagne #RespektTaube des Deutschen Tierschutzbundes
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