Waschbären in Not  Waschbären brauchen HIlfe Bitte beachten Sie diesen Beitrag

FAQ - Häufig gestellte Fragen


Tierschutz allgemein
Ich möchte eine Tierquälerei oder eine nicht artgerechte Haltung melden

Sie haben gesehen, wie ein Tier misshandelt wurde oder nicht artgerecht gehalten wird und möchten, dass die Tierhaltung überprüft wird.

Bitte sichern Sie zunächst Beweise. Machen Sie auch Notizen darüber,

  • wann
  • wo
  • wie häufig
  • wie lange
  • und unter welchen Umständen

die Tierquälerei stattfindet bzw. stattgefunden hat. Hilfreich sind auch Foto- und Videoaufnahmen. Wenn es keine genaue Adresse gibt, etwa auf einer Weide oder an einem See, hilft eine Markierung auf einer Karte, z.B. mit Google Maps oder OpenStreetMap. Mit diesen Beweismitteln können Sie sich an das zuständige Veterinäramt wenden.

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. ist ein privatrechtlicher Verein und hat keine hoheitliche Verfügungsgewalt. Von daher kann der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern leider keine behördlichen Ermittlungen anstellen, entsprechende Anordnungen treffen und dergleichen. Ebenso können wir nicht wie eine Behörde Tierhaltungen überprüfen. Wir mussen Sie daher leider bitten, sich mir der Meldung an das zuständige Veterinäramt zu wenden.

In Bayern sind die Veterinärämter bei den Landratsämtern bzw. der Stadtverwaltung der kreisfreien Städte angegliedert. Sie finden die Kontaktdaten der Veterinärämter unter im Bayern-Portal des Freistaats

Kann ich die Tierquälerei denn nicht beim Tierschutzbund melden?

Doch das geht schon. Wir können aber nicht selbst ermitteln, sondern sind als privatrechtlicher Verein auf die Behörden und deren Mitwirkung angewiesen. Wir können auch keine behördlichen Anweisungen geben oder z.B. Auflagen zur Haltung erteilen. Wir können aber Empfehlungen aussprechen.

Falls nötig, schreiben wir eine Anzeige und übermitteln sie dem Veterinäramt oder gleich an die Staatsanwaltschaft. Dabei ist es aber immer besser, wenn die Anzeige von der Person kommt, die den Vorfall selbst beobachtet hat, anstatt von einem Dritten wie uns als Verband.

Ich möchte mich im Tierschutz engagieren

Wir freuen uns, wenn Sie den Tieren helfen wollen und Tieren in Not beistehen.

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern ist der Dachverband der ihm angeschlossenen Tierschutzvereine und vertritt auf Landesebene die Aufgaben und Ziele des Deutschen Tierschutzbundes. Die Aufgaben des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern sind neben den zentralen Aufgaben des Deutschen Tierschutzbundes (Bundesverband) insbesondere auf Landesebene die Bündelung der Kräfte der uns angeschlossenen Tierheime und Tierschutzvereine bei Fällen, welche die Kräfte des einzelnen Vereines übersteigen. Das können z. B. Animal Hoarding Fälle oder illegale Welpentransporte mit zahlreichen Tieren sein, aber auch andere Fälle, die akut auftreten können. Der Landesverband übernimmt hier meist die Koordinierung der Vereine untereinander, die Kommunikation mit den Behörden sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeit und Versorgung der Tiere übernehmen regelmäßig die Vereine, nicht der Verband.

Ihr ehrenamtliches Engagement können Sie daher am besten in einem unserer über 100 Tierschutzvereine und Tierheime einbringen. Sie finden die Adressen und Kontaktdaten der Vereine unter diesem Link. Bitte nehmen Sie am besten mit einem Verein in Ihrer Nähe Kontakt auf. Die Vereine freuen sich über tatkräftige Unterstützung bei ihrer Tierschutzarbeit.

Tiere sind nach dem Gesetz Sachen. Oder?

Nein, Tiere sind keine Sachen. Das ist eindeutig in § 90a BGB geregelt. Allerdings sind die auf Sachen geltenden Vorschriften auf sie anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist. Man kann also Eigentümer eines Tieres werden, es kaufen und verkaufen usw. Das gilt allerdings nur, solange der zweite Halbsatz des Satz 2 in § 90a BGB nicht zutrifft. Damit sind eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen gemeint, zum Beispiel:

  • Tierschutzgesetz
  • Tierseuchengesetz
  • Tierschutz-Hundeverordnung
  • Landesverordnungen für gefährliche Hunde
  • Tierschutztransportverordnung
  • Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung
  • Artenschutzrecht
  • Naturschutzrecht
  • Und zahlreiche andere Vorschriften.

Sie alle regeln den Umgang mit den Tieren und grenzen damit Tiere von Sachen ab. Zum Beispiel kann man eine Sache, deren Eigentümer man ist, kaputt machen wenn man möchte. Einem eigenes Tier darf mich nicht ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen und es vor allem nicht einfach so töten. Über den "vernünftigen Grund" gibt es ausführliche, rechtliche Ausführungen und Auseinandersetzungen.


Deutscher Tierschutzbund und Landesverband Bayern
Deutscher Tierschutzbund und Landesverband Bayern - Was ist der Unterschied?

Der Deutsche Tierschutzbund e.V. wurde im Jahre 1881 als Dachorganisation der Tierschutzvereine und Tierheime in Deutschland gegründet. Sein Sitz befindet sich in Bonn. Heute sind ihm 16 Landesverbände und rund 740 örtliche Tierschutzvereine mit 550 vereinseigenen Tierheimen bzw. Auffangstationen angeschlossen. Er ist damit Europas größte Tier- und Natur­schutzdachorganisation und vertritt die Interessen von mehr als 800.000 Tierschützerinnen und Tierschützern

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. besteht seit 1956. Er versteht sich als Dachverband der ihm angeschlossenen Tierschutzvereine in Bayern und vertritt auf Landesebene die Aufgaben und Ziele des Deutschen Tierschutzbundes. Er ist selbst ein eigenständiger Verein, der eng mit dem Bundesverband zusammenarbeitet.

Die Mitgliedsvereine gehören mit ganz wenigen Ausnahmen sowohl dem Bundes- als auch dem Landesverband an.

Wer gehört zum Deutschen Tierschutzbund, Landesverband Bayern?

Die Mitgliedsvereine und deren Kontaktdaten finden Sie im Menü unter Mitglieder.

Eine Karte mit der geographischen Verteilung der Mitgliedsvereine ist ebenfalls dort hinterlegt.

Was macht die Geschäftsstelle?

Die Geschäftsstelle ist erster Ansprechpartner bei allgemeinen Fragen, etwa zum Verband, zu Mitgliedsvereinen, Mitgliedschaft und Ähnliches. Fragen, die nicht in der Geschäftsstelle direkt beantwortet werden können, werden entsprechend an die Fachbereiche des Landesverbandes oder des Bundesverbandes weitergegeben und dort bearbeitet.

Die Verwaltung der Mitgliedsvereine obliegt ebenfalls der Geschäftsstelle, ebenso die Organisation des Aufnahmeverfahrens, wenn Anträge zur Aufnahme von neuen Mitgliedsvereinen eingehen.

Die Geschäftsstelle kümmert sich um die Kommunikation mit den Mitgliedsverienen und den Fachabteilungen und informiert die Vereine über neue Entwicklungen, etwa durch Rundschreiben.

Die Organisation und Einladung zu Versammlungen obliegt ebenfalls der Geschäftsstelle.

Was macht das Krisemanagemnt?

Im Tierschutz bleibt es leider nicht aus, dass Tiere in Notsituationen geraten, die in aller Regel durch menschliches Handeln oder Unterlassen entstehen. Häufig sind es Fälle wie illegale Transporte oder Animal Hoarding, bei denen gleich viele Tiere betroffen sind.

Das Krisenmanagement übernimmt die Koordinierung des Falles, hat einen Überblick über die derzeit zur Verfügung stehenden Quarantäneplätze und kommuniziert mit den Behörden, unabhängig davon, ob der Fall durch eine Behörde wie Polizei oder Zoll festgestellt wurde oder durch eine andere Stelle oder Person aufgedeckt wurde. Wenn das Telefon für das Krisenmanagement klingelt geht es fast immer um Tiere, deren Situation ein sofortiges Handeln erfordert.

Und die Regionalbeauftragten?

Bayern ist flächenmäßig das größte Bundesland. Im Landesverband Bayern des deutschen Tierschutzbundes existieren daher Regionalbeauftragte, die als direkte Ansprechpartner in der jeweiligen Region fungieren und die Vereine vor Ort unterstützen. Zumeist entsprechen die Regionen den bayerischen Regierungsbezirken. Die Regionalbeauftragten sind angehalten, Kontakt zu den Tierschutzvereinen in ihren Regionen zu halten und als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung zu stehen.

Was macht der Ombudsmann / die Ombudsfrau?

Hin und wieder kommt es zu Meinungsverschiedenheiten unter den Mitgliedsvereinen. Falls diese sich nicht untereinander einigen können, kölnnen sie den Ombudsmann bzw. die Ombudsfrau anrufen.

Diese bzw. dieser versucht, als neutrale Person zwischen den Vereinen zu vermitteln und eine gütliche Regelung, etwa im Rahmen eines Kompromisses herzustellen. Er oder sie betrachtet die Argumente beider Seiten und versucht als Schiedsperson den Streitfall mit möglichst geringem Schaden für alle Parteien beizulegen.

Wie finanziert sich der Tierschutzbund Landesverband Bayern?

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Die Finanzierung des Verbandes erfolgt, ähnlich wie etwa bei den Tierheimen und Tierschutzvereinen, hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Die Mitgliedsvereine entrichten einen geringen Mitgliedsbeitrag an den Landesverband, der sich nach der Zahl der Mitglieder im jeweiligen Verein richtet. Gelegentlich ist der Landesverband Empfänger von Zuwendungen von Todes wegen, also einem Vermächtnis oder einer Erbschaft. Für bestimmte Aufgaben erhält der Verband zweckgebundene Zuschüsse, z.B. vom Bundesverband des Deutschen Tierschutzbundes.

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. ist keine staatliche Organisation und keine Behörde, er wird nicht durch den Staat finanziert.

Für eingehende Spenden erhalten die Spender eine steuerwirksame Spendenquittung, die sie wiederum im Rahmen ihrer Steuererklärung zum Abzug bringen können.


Konflikte durch Tiere
Muss der Nachbar meine Katze in seinem Garten dulden?

Vom Grundsatz her muss der Nachbar das Betreten des Gartens durch eine Katze dulden. Die Duldungspflicht endet allerdings dort, wo die Katze Schaden verursacht, z.B. Beete umgräbt, die Tiere des Nachbarn fängt oder den Garten mit Kot und Urin ververdreckt. Wir verweisen hierzu auch auf den Beitrag auf der Seite des Deutschen Tierschutzbundes unter https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/recht/buergerliches-recht/tierhaltung-und-nachbarn/

 

Der Hund meines Nachbarn ist oft alleine und bellt den ganzen Tag

Nach der Tierschutzhundeverordnung https://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv muss ein einzeln gehaltenen Hund mehrmals täglich Kontakt mit einer Betreuungsperson haben. Derzeit geht man von zwei Stunden täglich als ausreichend aus.

Oft geht es bei dem Thema „Hundegebell“ im privaten Haushalt aber nicht um das Wohl des Tieres, sondern eher um das Thema Lärmbelästigung und damit um ein Sache des Privatrechts. Einige Infos dazu finden Sie unter https://www.bussgeldkatalog.net/hundegebell-ruhestoerung/. Wir befürchten aber, dass im Falle eine Sanktionierung letztlich der Hund der Leidtragende wird. Wir raten daher, zunächst freundlich mit dem Halter oder der Halterin zu sprechen und auf Ihre Situation hinzuweisen, auch mehrfach. Oft ist ein Gespräch hier zielführender als ein Gang zum Anwalt.


Tierärzte, Rechtsanwälte und andere externe Stellen
Meine Tierarztrechnung ist zu hoch

Tierärzte und Tierkliniken unterliegen der jeweils gültigen Gebührenordnung für Tierärzte. https://www.bundestieraerztekammer.de/tieraerzte/beruf/got/

Bei der Rechnungsstellung haben die Tierärzte einen gewissen Spielraum, je nachdem wie schwierig oder kompliziert die entsprechende Behandlung war. Um die Rechnung zu beurteilen, muss man den Fall im Einzelnen kennen, einfach „aus dem Bauch raus“ geht das nicht. Nach der GOT hat jeder Schritt im Rahmen eine Behandlung einen gewissen Preis, der vom Patientenbesitzer zu bezahlen ist. Ob eine Behandlung medizinisch notwendig war, kann man diskutieren, im Allgemeinen verstehen sich Tierärzte aber als Fachleute, denen das Wohl ihrer Pateinten, der Tiere, am Herzen liegt.

Falls Sie denken, dass ihre Tierarztrechnung nicht richtig ist, sollten Sie zunächst mit dem Arzt oder der Klink sprechen und sich die Rechnung erläutern lassen, um den Konflikt beizulegen. Häufig gibt es eine Diskrepanz zwischen dem Verständnis des Patientenbeistzers und dem Arzr über die erfolgte Behandlung.

Wenn Sie dann immer noch der Meinung sind, die Behandlung war nicht rechtens, können Sie sich mit Ihrer konkreten Beschwerden an die bayerische Tierärztekammer wenden

Mein Tier ist beim Tierarzt falsch behandelt worden

Ich habe mein Tier zur Behandlung zum Tierarzt oder in der Tierklinik abgegeben. Als ich das Tier wieder abgeholt habe, wurde viel mehr, oder etwas angeres gemacht, als ursprünglich vereinbart war. Darüber wurde ich im Vorfeld nicht informiert. Was soll ich tun?

Bitte sprechen Sie zunächst den Tierarzt an und fragen Sie nach den Gründen. Die wenigsten Tierärzte führen Behandlungen oder Operationen "einfach so" durch. Sie können auch die Befunde anfordern und diese mit einem anderen Tierarzt diskutieren, ob die Maßnahmen tatsächlich notwendig bzw. angebracht waren. Bewahren Sie auch die Rechnung auf, die Sie beim Tierarzt erhalten haben. Falls Sie denken, dass die Behandlung nicht notwendig oder angemessen war, können Sie einen Anwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.

Sie können sich bei konkreten Beschwerden über Tierärzte auch an die bayerische Tierärztekammer wenden.

Ich benötige eine Anwaltskanzlei, die sich mit Tieren auskennt. Können Sie eine empfehlen?

Unsere Mitgliedsvereine können die Rechtsberatung des Deutschen Tierschutzbundes in Anspruch nehmen.

Privaten Tierhaltern können wir leider keine konkrete Anwaltskanzlei empfehlen, die sie in juristischen Fragestellungen berät und / oder vertritt. Hierzu sind die Themen zu komplex und zu vielschichtig. Wir bitten Sie, sich selbst um eine geeignete Kanzlei zu bemühen und etwa im Internet zu recherchieren.

Häufig sind die Fragen auch nicht wirklich Angelegenheiten des Tierschutzes  sondern etwa um Fragestellungen des Eigentumsrechts (z.B. "Mein Nachbar hat meine Katze und gibt sie nicht mehr her") oder des Mietrechts (z.B. "Mein Vermieter erlaubt die Haltung von Kaninchen nicht"). Eine nur auf Tierschutz spezialisierte Anwaltskanzlei wäre dann nicht der richtige Ansprechpartner.


Wichtige Rechtsgrundlagen rund um Tiere
Gesetze

Tierschutzgesetz (TierSchG)

Tiergesundheitsgesetz (TierGesG)

Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz (TierNebG)

Tierzuchtgesetz (TierZG)

Bundesjagdgesetz (BJagdG)

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)

Informationsfreiheitsgesetz (IFG)

EU-Verordnung Nr 388/2010 (grenzüberschreitender Transport von Tieren)      

VerordnungenRichtlinien und Leitlinien

Aktuelle Meldungen

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