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Ostern: Augen auf beim Eierkauf

Pressemeldung vom 31.03.2026

Viele Legehennen leiden unter tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen – auch, wenn die Käfighaltung seit Jahresbeginn verboten ist. Zu Ostern empfiehlt der Deutsche Tierschutzbund auf die Haltungsform zu achten. Boden-, Freiland- und Biohaltung unterscheiden sich deutlich. So haben etwa Hennen in der gängigen Bodenhaltung keinerlei Auslauf im Freien. Grundsätzlich bleibt der konsequenteste Weg zu mehr Tierschutz, Eier vom Speiseplan zu streichen.

Haltungsform erkennen und einordnen

Die Käfighaltung von Legehennen ist zwar seit dem 1. Januar 2026 verboten, doch Übergangsfristen erlauben sie in Einzelfällen noch bis 2028. Als frische Schaleneier findet man Eier aus Käfighaltung zwar nicht mehr im Supermarkt, in verarbeiteten Produkten, wie Backwaren oder Nudeln, kommen sie aber weiter zum Einsatz. Auch bunte, hartgekochte Eiern verschleiern ihre Herkunft. Eine Kennzeichnungspflicht besteht nicht, was der Deutsche Tierschutzbund scharf kritisiert. Verbraucher könnten beim Einkauf keine bewusste Entscheidung treffen.

Wenig besser als die Käfighaltung ist die konventionelle Bodenhaltung, in der die Tiere dicht gedrängt in Hallen leben und oftmals aus Langeweile und Stress ihr angeborenes Pickverhalten gegen Artgenossen richten. Auch in der Freiland- und Biohaltung leben viele Tiere in großen Gruppen. Jedoch haben die Hennen dort mehr Bewegungsfreiheit, klimatische Reize, Sitzstangen und Möglichkeiten zum Scharren und Sandbaden. Auch Eier mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ garantieren bessere Bedingungen für die Hennen.

Eier sind nicht unersetzbar

Dass sich Ostern tierfreundlich ohne Eier feiern lässt, beweisen zahlreiche vegane Alternativen - ob als Ersatzprodukt aus dem Supermarkt oder zu Hause zubereitete Rezepte. Der Deutsche Tierschutzbund informiert auf seiner Webseite Weil jede Mahlzeit zählt darüber, wie sich Eier auch beim Backen ganz leicht ersetzen lassen.

Quelle: Dt. Tierschutzbund

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