Fellaccessoires oft aus Echtfell – Landesverband fordert Ende der Pelztierhaltung! Drucken
Mittwoch, 10. Februar 2016 um 08:37 Uhr

Fellaccessoires oft aus Echtfell – Landesverband fordert Ende der Pelztierhaltung!

 Seit Jahren nehmen Accessoires mit Fellbesatz einen immer breiteren Raum im internationalen Modebild ein. Ob es sich um eine Mütze mit Fellbommel handelt oder um eine Jacke mit Fellkragen - die meisten Menschen, gehen davon aus, dass kein echtes Tierfell angenäht wurde, sondern es sich um reine Kunstprodukte handelt. Je nach Herkunft und Tierart sind Echtfelle allerdings billiger oder zumindest genauso billig zu bekommen wie Kunstfell. Tierschutzverbände weltweit finden bei Testkäufen immer wieder falsch oder gar nicht deklarierte Produkte mit Echtfell. Die Verbraucher werden getäuscht - zum Teil bewusst, zum Teil auch aus Nachlässigkeit der Hersteller und Händler. Auch anhand der Verarbeitung, Haarlänge oder Färbung lässt sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit feststellen, ob echtes Fell zum Einsatz kam. Selbst Experten scheitern regelmäßig daran, gefärbte und behandelte Fellprodukte auf Echtheit zu überprüfen und einer bestimmten Tierart zuzuordnen.        

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern fordert daher dazu auf, keinerlei Kleidungsstücke und Accessoires mit Fellbesatz zu erwerben und lieber auf reine Textilprodukte zurückzugreifen. „Zum einen kann man nur so sicher gehen, kein echtes Tierfell zu erwerben, zum anderen zeigt man der Modeindustrie damit auch, dass Pelz keineswegs gesellschaftsfähig ist.“ so Nicole Brühl, Präsidentin des Landesverbandes.


Chinchillas: Nicht nur beliebt als Haustier sondern auch als Felllieferant   

Chinchillafell ist ein besonders hochwertiges, sehr begehrtes Fell, was dazu geführt hat, dass die frei lebenden Chinchillas in einem kleinen Gebiet in den Anden Südamerikas Anfang des 20. Jahrhunderts unter Schutz gestellt werden mussten, da sie durch den Fellhandel fast ausgerottet worden waren. Seitdem floriert der Handel mit Fellen in Farmen gezüchteter Chinchillas. Neben Jacken werden vor allem Westen oder Mützen aus Chinchillafell hergestellt. Argentinien und Brasilien stellen 42% der weltweiten Chinchillapelz-Produktion. Die anderen 58% stammen aus Europäischen Ländern wie Polen, Dänemark und Rumänien. Chinchillas leiden genauso wie Nerze, Füchse oder Marderhunde unter der Haltung in kleinen, strukturlosen Käfigen und den grausamen Tötungsmethoden der Pelzindustrie.

Nicole Brühl betont: „Schon seit langem fordern wir ein Verbot des sinnlosen Tötens. Nach wie vor gilt: Wer Pelz trägt, unterstützt Tierqual und macht sich mit schuldig!“

 

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