Für eine neues Tierschutzgesetz Drucken
Freitag, 21. Oktober 2011 um 06:44 Uhr

Für ein neues Tierschutzgesetz

Der Tierschutz steht seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz. Trotzdem hat sich seitdem an der realen Situation der Tiere wenig geändert. Deshalb fordern der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen über 700 Tierschutzvereine eine grundlegende Novellierung des Tierschutzgesetzes.

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Unser Motiv zur Kampagne "Für ein neues Tierschutzgesetz". Mit Klick vergrößern.

 

Bittere Realität beim Umgang mit Tieren

Bislang ist das Tierschutzgesetz eher ein Nutzgesetz:

  • In der Landwirtschaft werden Tiere für ihre Haltung „zurechtgestutzt": Beispielsweise werden Hühnern die Schnäbel abgeschnitten, Ferkel ohne Betäubung kastriert, Rinder unter Schmerzen enthornt.
  • Bei der Schlachtung landwirtschaftlich genutzter Tiere ist nicht sichergestellt, dass sie angst- und schmerzfrei sterben.
  • In Wissenschaft und Industrie müssen Tiere noch immer leiden und sterben, obwohl tierversuchsfreie Alternativen verfügbar sind.
  • Im Gegensatz zu anderen Ländern ist in Deutschland die Haltung von Tieren zur reinen Fellgewinnung weiterhin erlaubt.
  • In Wanderzirkussen dürfen Wildtiere wie Tiger, Bären oder Elefanten noch immer mitgeführt werden, obwohl eine tiergerechte Haltung dort prinzipiell nicht möglich ist.


Bereits diese wenigen Beispiele zeigen, das eine umfassende Novellierung des Tierschutzgesetzes notwendig ist. Dazu gehört auch unsere Forderung nach einem Verbandsklagerecht für seriöse, gemeinnützige Tierschutzverbände. Nur dann können wir für die Tiere auch vor Gericht eintreten.

Der Deutsche Tierschutzbund hat konkrete Eckpunkte zu einer Novellierung des Tierschutzgesetzes erarbeitet, die helfen sollen, damit die Würde und der Eigenwert der Tiere endlich anerkannt und geschützt werden.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 01. Dezember 2011 um 01:25 Uhr