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Freitag, 20. April 2012 um 09:23 Uhr

Schulungen zum Tierschutzlehrer starten

An diesem Wochenende starten die Schulungen zum Tierschutzlehrer, die der Deutsche Tierschutzbund erstmals anbietet. Ziel dieser Initiative ist es, Tierschutzaktive didaktisch und fachlich zu qualifizieren, um Unterrichtsbesuche von der Grundschule bis zur sechsten Klasse gestalten zu können. Das Angebot richtet sich an Lehrer, die das Thema Tierschutz im Unterricht nutzen möchten und ehrenamtlich Engagierte, die in den Tierschutzvereinen aktiv sind. In den Lehrplänen der Schulen spielt Tierschutz aktuell kaum eine Rolle. Dass sich Kinder und Jugendliche für das Thema interessieren, merken die Tierschutzvereine aber deutlich. Auch die Seminarnachfrage ist groß: Die Kurse in der Akademie für Tierschutz in Neubiberg bei München sind bereits seit längerem ausgebucht.

Trotz Verknüpfungsmöglichkeiten in den Lehrplänen ist es für viele Schulen schwierig, tierschutzrelevante Themen zu behandeln. Sowohl ausgebildete Tierschutzlehrer als auch jugendgemäße Methoden fehlen. Der Deutsche Tierschutzbund hat sich nun dieser wichtigen Aufgabe angenommen. Denn Jugendliche haben grundsätzlich ein starkes Interesse an Tieren und daher spielt auch das Thema „Tierschutz" für viele eine große Rolle. „Tierschutzlehrer können einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärung der Jugend im Bereich Tierschutz leisten. Die Jugendlichen von heute sind schließlich die Tierschützer von morgen", so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Den Schulen stehen damit zukünftig, neben dem bestehenden Angebot der Tierschutzvereine, auch ausgebildete Tierschutzlehrer in den Vereinen als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung vermittelt tierschutzfachliches Grundwissen und überträgt die Kernelemente auf eine altersgerechte Kinder- und Jugendansprache. Interessenten wird in verschiedenen Seminarblöcken das nötige tierschutzfachliche Wissen vermittelt. Lehrer und pädagogisch vorgebildete Teilnehmer absolvieren die Module "Heimtiere", "Tier & Mensch", "Tiere in der Landwirtschaft" sowie "Wildtiere". Personen, die keine pädagogische Berufsausbildung haben, vermittelt ein Zusatz-Modul das nötige Wissen über verschiedene Lehr- und Lernmethoden. Zu jedem der angebotenen Themenbereiche werden im Seminarverlauf konkrete Unterrichtseinheiten besprochen. Diskussionsrunden, Erfahrungsberichte sowie zahlreiche Beispiele aus dem Jugendbereich bereiten praxisnah auf den Einsatz als Tierschutzlehrer vor. Nach Abschluss der notwendigen Module erhalten die ausgebildeten Tierschutzlehrer ein Zertifikat. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt von der Karmetta-Stiftung aus Köln.
 
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