Start Tierschutzpolitik Ein Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für freilebende Katzen
Ein Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für freilebende Katzen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 05. August 2010 um 09:19 Uhr

Bayerischer Landtag

16. Wahlperiode                                                                                                                                       Drucksache 16/5157

16.06.2010

Antrag

der Abgeordneten Reinhold Perlak, Maria Noichl, Horst Arnold, Annette Karl, Susann Biedefeld SPD

Bereitstellung von Finanzmitteln für ein Kastrations- und Kennzeich­nungsgebot für freilebende Katzen

Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, Finanzmittel für ein bayernweites Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für wild freilaufende Katzen bereit­zustellen. Damit soll die Kastrierung und die Kennzeichnung von Katzen, die sich im Freien bewegen und keinem Eigentümer zuzuordnen sind, finanziert werden. Die Verwaltung der staatlich bereitgestellten Finanzmittel soll den anerkannten Tierschutzorganisationen übertragen werden.

Begründung:

Seit Jahrzehnten fordern Tierärzte und Tierschutzverbände die systematische Kastra­tion von Katzen, die sich zwar in menschlicher Obhut befinden, jedoch auch freilau­fend sind. Durch die freilaufenden Katzen findet jedoch vor allem in ländlichen Regi­onen eine unkontrollierte Vermehrung statt. Dies bedeutet oft viel Leid für den Kat­zennachwuchs. Denn unkontrollierter Nachwuchs leidet oft an Krankheiten und Seu­chen, landet in überfüllten Tierheimen oder lebt wild. Um daher konsequent unkon­trollierten Nachwuchs zu vermeiden, sollten freilaufende Katzen kastriert werden. Die Kastration gehört zu einer verantwortungsvollen Tierhaltung und ist angewandter Tierschutz. Nicht zuletzt haben kastrierte Katzen eine deutlich höhere Lebenserwar­tung als unkastrierte Katzen. Die Kastration erspart damit vielen Katzen unnötiges Leid. Zur Kennzeichnung der kastrierten Katzen soll während bzw. unmittelbar nach der Kastration ein Zahlencode in der Haut am Ohr tätowiert werden. Mit dieser Täto­wierung ist eine Registrierung bereits kastrierter Katzen sicherzustellen. Da die Täto­wierung im Rahmen der Kastration und damit unter Vollnarkose abläuft, entstehen für die Katzen keine Schmerzen. Der Freistaat Bayern stellt für das Kastrations- und Kennzeichnungsgebot Finanzmittel zur Verfügung. Damit nimmt der Freistaat seine Verantwortung gegenüber dem Tierschutz wahr. Die vom Freistaat Bayern bereitge­stellten Finanzmittel werden von den staatlichen anerkannten Tierschutzorganisatio­nen verwaltet.

 

Ablehnung

Bayerischer Landtag

16. Wahlperiode                                                                                                                                                                       Drucksache

08.07.2010

Vorläufige Beschlussempfehlung

des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit

Antrag der Abgeordneten Reinhold Perlak, Maria Noichl, Horst Arnold u.a. SPD

Drs. 16/5157

Bereitstellung von Finanzmitteln für ein Kastrations- und Kennzeich­nungsgebot für freilebende Katzen

  1. I. Beschlussempfehlung: Ablehnung

Berichterstatterin:                                              Kathrin Sonnenholzner

Mitberichterstatter:                                          Alexander König

  1. II. Bericht:

1. Der federführende Ausschuss hat den Antrag in seiner 36. Sitzung

am 8. Juli 2010 beraten und mit folgendem Stimmergebnis:

CSU: Ablehnung

SPD: Zustimmung

FW: Ablehnung

B90/GRÜ: 1 Zustimmung, 1 Enthaltung

FDP: Ablehnung Ablehnung empfohlen.

Dr. Christian Magerl Vorsitzender

 

 

Neue Presse Coburg, vom 03.08,2010

 

Neue Presse Coburg, Lesebrief von der Vizepräsidentin des Landesverband Bayern, Frau Susann Biedefeld vom 04.06.2010

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 05. August 2010 um 09:49 Uhr
 
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