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Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für Katzen abgelehnt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 08. Juli 2010 um 09:53 Uhr

Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für Katzen abgelehnt

MdL Susann Biedefeld: Chance für den Tierschutz verpasst

 

Mit den Stimmen von CSU und FDP wurde ein Antrag der SPD-Landtagsabgeordneten und tierschutzpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Susann Biedefeld im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags abgelehnt, mit dem die Staatsregierung Finanzmittel für ein bayernweites Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für freilebende Katzen bereitstellen sollte. „Hier haben CSU und FDP eine echte Chance für einen besseren Tierschutz in Bayern verpasst“, so Susann Biedefeld.

 

MdL Biedefeld, die auch Vizepräsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes ist, berichtet, dass Tierärzte und Tierschutzverbände bereits seit Jahren eine systematische Kastration von Katzen fordern, die sich zwar in menschlicher Obhut befinden, aber auch freilaufend sind. „Durch die freilaufenden Katzen findet jedoch vor allem in ländlichen Regionen eine unkontrollierte Vermehrung statt. Dies bedeutet oft viel Leid für den Katzennachwuchs. Denn unkontrollierter Nachwuchs leidet oft an Krankheiten und Seuchen, landet in überfüllten Tierheimen oder lebt wild“, betont die Landtagsabgeordnete.

 

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Bild: wf

Zur Kennzeichnung von kastrierten Katzen sollte während bzw. unmittelbar nach der Kastration ein Zahlencode in der Haut am Ohr tätowiert werden. Susann Biedefeld: „Mit dieser Tätowierung, die ja im Rahmen der Kastration – und damit unter Vollnarkose – abgelaufen wäre, hätte man eine Registrierung bereits kastrierter Katzen sicherstellen können.“

 

Auch für die Tierheime bzw. Tierschutzvereine hätte die Einführung eines Kastrations- und Kennzeichnungsgebots eine deutliche finanzielle Entlastung bedeutet. „Katzen, die in einem Tierheim aufgenommen werden, werden auf Kosten des Tierheims bzw. des Tierschutzvereins kastriert. Ich kann nicht verstehen, dass CSU und FDP hier so tierschutzfeindlich entscheiden haben“, zeigt sich MdL Susann Biedefeld von der Ablehnung im Umweltausschuss enttäuscht.

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 10. Juli 2010 um 02:26 Uhr
 
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