Tierschutz ist Wirtschafts- und Wettbewerbsfaktor! Drucken
Donnerstag, 26. November 2009 um 11:18 Uhr
Der Tierschutzbund Bayern setzt auf die Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn die wollen keine Tierquälerei – weder auf dem Esstisch noch auf der Haut. Mit unserer Aktion Tierschutz im Einkaufskorb“ klären wir auf, und wir fordern eindeutige Kennzeichnungen, damit die Verbraucher eine echte Wahl haben.

Bayerischer Tierschutzbund setzt auf Verbraucher:

Tierschutz ist Wirtschafts- und Wettbewerbsfaktor!

 

Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen keine Tierquälereiweder auf dem Esstisch noch auf der Haut. Wir wissen:

 

  • 80 Prozent der Verbraucher kaufen keine Eier aus Käfighaltungen.

  • 75 Prozent der Verbraucher wollen keine gentechnisch veränderten Pflanzen kaufen.

  • 75 Prozent der Verbraucher wollen keine tierischen Nahrungsmittel von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden.

  • Die Verbraucher achten bei Pflegeprodukten und Kosmetika darauf, dass bei der Herstellung der Produkte keine Tierversuche gemacht wurden.

  • Die Verbraucher lehnen TodesTierTransporte quer durch Europa über Tausende von Kilometern ab.

  • Die Verbraucher wollen keine unfreiwillige Medikamentierung mit Antibiotika (sie werden oft illegal als Wachstumsförderer eingesetzt) oder Impfstoffen (in großen Tierbeständen muss vorbeugend geimpft werden, um Infektionskrankheiten vorzubeugen).

  • Die Verbraucher wollen auch kein Fleisch von hochgezüchteten und stressanfälligen Schweinen essen, die mit Betablockern auf dem Weg zum Schlachthof ruhig gestellt werden müssen.

  • Die Verbraucher wollen rückstandsfreies Obst und Gemüse, das nicht mit Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel belastet ist.

  • Die Verbraucher wollen kein Mastgeflügel und keine Mastschweine aus tierquälerischen Haltungen.

 

Der Verbraucher hat die Macht – wir wollen die Information und Kennzeichnung

 

Wir als Tierschutzbund Bayern sind sicher, dass die Menschen sensibel reagieren, wenn sie Bescheid wissen. Deshalb drängen wir auf umfassende Kennzeichnungspflichten und Gesetzeskorrekturen, zum Beispiel:

 

  • Nicht nur Eier von Käfighühnern im Einzelhandel müssen mit der „3“ gekennzeichnet werden, sondern auch die Lebensmittel, in denen Eier verarbeiten werden. (Nur 15 Prozent der Eier kommen als solche beim Verbraucher an; 70 Prozent werden in der Lebensmittelindustrie verarbeitet.)

  • Nicht nur gentechnisch veränderte Pflanzen müssen gekennzeichnet werden, sondern auch tierische Produkte wie Fleisch, Eier, Milch- und Milchprodukte von Tieren, die mit Gentechnik-Pflanzen gefüttert wurden. (Hier besteht eine EU-Regelungslücke.)

  • Auch Kosmetika müssen gekennzeichnet werden. (Hierzu muss die EU-Richtlinie geändert werden.)

  • Für Mastgeflügel, Ferkel, Kaninchen und andere so genannte „Nutztiere“ müssen endlich die fehlenden Haltungsverordnungen erlassen werden, um einen Mindestschutz gegen Tierquälerei zu haben.

 

Sicher – Lebensmittel, wie wir sie wollen, sind etwas teurer. Aber gerade Bayern kann sich nicht mit Billigstpreisen auf den Märkten behaupten, sondern nur mit Qualität.

Bayern muss das Feinkostgeschäft Europas werden, das sichere, gesunde Lebensmittel ohne Tierquälerei garantiert.

Damit wird Tierschutz zum Wirtschaftsfaktor und zum wichtigen Element im harten Wettbewerb in der Lebensmittelwirtschaft, immerhin Bayerns drittgrößter Wirtschaftsfaktor mit über 400 000 Beschäftigten. 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 26. November 2009 um 11:21 Uhr