Unsere Aufgaben Drucken
Freitag, 02. Januar 2009 um 12:28 Uhr
Diese Beispiele umfassen nur einen Bruchteil unserer Aufgaben, aber sie geben das weit gespannte Betätigungsfeld wieder.

 

„Verbrauchte“ Tiere.

 

Jedes Jahr werden in Bayern mehr als 200 000 Tiere im Tierversuch „verbraucht“, wie es bei den Wissenschaftlern zynisch heißt. Also gequält, aufgeschnitten und getötet.  Darunter sind auch 40 000 genmanipulierte Tiere, die mit Krebs und anderen Krankheiten „gezüchtet“ werden. Und nach wie vor ist Bayern ein Zentrum der Affenschande, bei der unsere nächsten Verwandten geopfert werden. Gerechtfertigt wird das mit der Freiheit von Forschung und Lehre und mit angeblich neuen Medikamenten. Dabei wissen alle, dass der Tierversuch keine Klarheit über die Wirkung beim Menschen bringt. Wir lehnen Tierversuche ab und fordern, dass sie durch Alternativmethoden – wie Zellkulturen ersetzt werden. 

 

 

108 Ponys gerettet.

 

Es war ein Drama im September 2007. Ein völlig  überladener Tiertransporter wurde an der Autobahn gestoppt. Darin 108 Shettland-Ponys, viele schwer krank, die meisten Fohlen im Alter von zwei oder drei Monaten, dazu tragende Stuten, fast alle ohne Papiere, auf dem Weg von Holland nach Süditalien. Und die Behörden wollten sie in die Niederlande zurückschicken. Wir haben die Tiere in unsere Obhut genommen, sie vier Monate in Quarantäne gehalten und gesund gepflegt. Eine gewaltige Kraftanstrengung von vielen Helfern um unsere Garmischer Vizepräsidentin Tessy Lödermann, die bis an den Rand der Erschöpfung gingen; doch sie hat sich gelohnt. Fast alle Ponys konnten gerettet werden. Heute sind sie bei Tierfreunden gut untergebracht, und die ersten Fohlen haben das Licht der Welt erblickt.

 

 

TodesTierTransporte.

 

Jedes Jahr werden 250 Millionen lebende Schlachttiere über die Grenzen gekarrt – wegen Subventionen, oder weil der Schlachthof am anderen Ende Europas billiger schlachtet. Oft tausende Kilometer der Tierquälerei mit schlimmen Verletzungen und Tod. Die hohe Ausfallquote ist bereits einkalkuliert. Damit muss Schluss sein. Tiere sind keine Ware, sondern fühlende Lebewesen. So müssen sie auch behandelt werden. Deshalb: Schluss mit Anbindehaltung, mit Spaltenböden, mit Ganzjahreshaltung im Stall, mit Tiermehlverfütterung, mit Ferkelkastration ohne Betäubung, mit Käfighaltung für Legehennen, mit qualvoller Geflügel und Kaninchenzucht, mit Pelztierfarmen, mit Wildtieren in Gatterhaltung, mit betäubungsfreiem Schächten, mit Pferde-Ständerhaltung.  Tiere besitzen eine Würde. Wir verteidigen sie.

 

 

Die Tiere sind doch nicht schuld.

 

Aber sie werden so behandelt. Da ist ein Hund gefährlich, weil er einer bestimmten Rasse angehört. Hunde und Katzen werden abgeschossen, weil sie Wild nachjagen könnten. Dann gibt es den Leinenzwang, aber Freilaufflächen sind nicht da. Und Hundehaufen an der falschen Stelle werden dem Hund angekreidet und nicht dem uninteressierten Besitzer. Alle Regeln setzen beim Tier an. Und nicht beim Menschen als Züchter, Ausbilder und Halter. Dabei ist der Mensch der entscheidende Faktor. Wir wollen mit einem Heimtiergesetz den Menschen in die Pflicht nehmen. Wir wollen beim Tierbesitzer den Nachweis, dass er fähig ist und die notwendige Sachkunde hat, zum Beispiel mit einem Hundeführerschein.

 

 

Erst denken, dann Tiere schenken.

 

Zu Weihnachten den Welpen. Zu Ostern das Kaninchen. Im Frühjahr das Kätzchen. Und vor dem Sommerurlaub die Frage: Wohin mit dem nicht mehr gebrauchten Tier? Wer sich ein Haustier anschafft, übernimmt jahrelang Verantwortung für Hinwendung, Futter, Pflege und auch Tierarztkosten. Deshalb unsere Bitte: Erst denken, dann Tiere schenken. Bitte keine Überraschungsgeschenke, sondern mit der ganzen Familie das richtige Tier aussuchen. Rat und Tat finden Sie bei unseren Tierheimen. Dort sind ständig etwa 10 000 Tiere untergebracht und warten auf ein neues Zuhause. Sie werden von Fachkräften beraten – nicht nur, was auf Sie zukommt, sondern auch, welches Tier geeignet ist und auf was Sie besonders achten müssen. Die Liste der uns angeschlossenen bayerischen Tierschutzvereine und Tierheime finden Sie unter dem Button „Tierschutzvereine“.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 26. November 2009 um 06:18 Uhr