Schenkelbrand Drucken
Mittwoch, 16. Februar 2011 um 12:19 Uhr

Schenkelbrand

 

Immer noch wird bei vielen Fohlen ein Brandzeichen am Schenkel angebracht, obwohl die Jungtiere dadurch eine hochgradige Verbrennung erleiden. Durch die gezielte Verbrennung bleibt die Brandnarbe als permanentes Markenzeichen, mit dem das jeweilige Zuchtgebiet repräsentiert wird, zurück.

Der Eingriff ist schmerzhaft und die Schmerzen halten mehrere Tage an. Das Brandzeichen dient in erster Linie als Werbezweck für den jeweiligen Zuchtverband und stellt keine unverwechselbare Kennzeichnungsmethode dar. Eine individuelle und unverwechselbare Kennzeichnung ist nur durch einen Transponderchip gewährleistet, mit dem seit dem 1. Juli 2009 alle Fohlen EU-weit gekennzeichnet werden müssen.

 

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Unser neues Motiv, mit dem wir unsere Forderung nach einem Verbot des Schenkelbrandes verstärken.

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Antrag im Bundestag abgewiesen

 

Im Oktober 2010 hatte der Bundesrat einem Antrag von Rheinland-Pfalz auf Verbot des Schenkelbrandes zugestimmt. Der Deutsche Tierschutzbund fordert bereits seit Jahren das Verbot dieser Tierqual und hatte im Vorfeld die Diskussion im Bundesrat aktiv begleitet. Seit Ende Januar 2011 befasst sich auf Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen der Bundestag mit dem beschlossenen Verbot des Schenkelbrandes bei Pferden. Im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages stand am 9. Februar 2011 das Thema auf der Tagesordnung. Zur Diskussion stand der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und ein kurzfristig eingereichter Entschließungsantrag der CDU/CSU/FDP-Bundestagsfraktionen dazu. Die Abstimmung war jedoch enttäuschend: Der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen wurde abgelehnt.

 

Der Deutsche Tierschutzbund ist enttäuscht, dass es keine klare Position des Ausschusses gibt, obwohl der Bundesrat parteiübergreifend dafür gestimmt hatte. Wir machen uns jedoch weiterhin für ein Verbot stark und und setzen nun darauf, dass die Bundesministerin ein Verbot forciert.

Der Schenkelbrand fügt den Tieren aus Tierschutzsicht völlig unnötig Leid zu und ist spätestens mit Inkrafttreten der Verordnung aus dem Jahr 2009 und der verpflichtenden Kennzeichnung der Fohlen mit Mikrochip überflüssig geworde

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 16. Februar 2011 um 12:48 Uhr