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EU-Richtlinie Schweinehaltung: Druck auf Deutschland wächst PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 24. Februar 2013 um 02:13 Uhr

EU-Richtlinie Schweinehaltung: Druck auf Deutschland wächst

schwein-1-350Bild: ©wf

Die Europäische Kommission hat Deutschland und sieben weitere Staaten aufgefordert, Mängel bei der Umsetzung der EU-Tierschutzvorschriften zu beheben. Insbesondere die EU-Schweinerichtlinie wurde - trotz 10-jähriger Übergangsfrist - nur auf dem Papier umgesetzt. Seit 1. Januar 2013 gilt diese Richtlinie über die Mindestanforderungen für die Haltung von Schweinen und damit ist die Gruppenhaltung von tragenden Sauen für alle Zuchtbetriebe vorgeschrieben. Sauen müssen nach dem Decken bis eine Woche vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin in der Gruppe gehalten werden. Den Rest der Zeit stehen sie weiterhin eingepfercht in Kastenständen. Eine Studie belegt, dass nur 73 Prozent der deutschen Schweinebauern umgestellt haben. Grund für die EU, das Vertragsverletzungsverfahren nun offiziell zu einzuleiten. Mit der mangelhaften praktischen Umsetzung belegt Deutschland im EU-Ranking den drittletzten Platz.
 
„Die neue Richtlinie verbessert den Tierschutz nur minimal und noch nicht einmal dies wird in Deutschland umgesetzt. Wir brauchen viel durchgreifendere Reformen in der Agrarpolitik", kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und ergänzt: „Für eine Bundesregierung, die immer Vorreiteransprüche im Tierschutz anmeldet ist es mehr als peinlich, von der EU gerügt zu werden."
 
Die Einzelhaltung im Kastenstand ist aus Sicht des Tierschutzes als tierquälerisch zu bezeichnen, da sie den Tieren die Erfüllung des elementaren Grundbedürfnisses der Bewegung verwehrt. Es ist zu begrüßen, dass ab jetzt alle Sauen zumindest einen Teil der Trächtigkeitsdauer in Gruppen gehalten werden müssen, aber eine tiergerechte Schweinehaltung ist damit noch nicht erfüllt. Der Verband hat die Bundesministerin Ilse Aigner um Klärung gebeten, wie sich die Situation in Deutschland bezüglich der Umstellung auf die Gruppenhaltung konkret darstellt und wie die Bundesregierung weiter vorgehen wird, um eine Umsetzung sicherzustellen.
 
Nach dem aktuellen Schritt der EU-Kommission haben die betreffenden Mitgliedstaaten zwei Monate Zeit, um auf das Aufforderungsschreiben zu antworten. Reagiert das Land nicht, folgt die Aufforderung, den Verstoß innerhalb einer bestimmten Frist abzustellen. Ehe dann als letzte Stufe der Europäische Gerichtshof angerufen wird. Neben Deutschland haben auch Belgien, Frankreich, Griechenland, Irland, Polen, Portugal und Zypern die EU-Rechtsvorschriften bisher nicht umgesetzt. Bei der Umsetzung der EU-Tierversuchsverordnung wurden Tierschutzfragen vom Tisch gefegt, auch mit dem Argument, man komme zeitlich nicht hin und wolle kein EU-Vertragsverletzungsverfahren riskieren. Hier, bei dieser Richtlinie, galt das offenbar nicht, da kommt nur Schulterzucken und Bedauern.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 24. Februar 2013 um 02:21 Uhr
 
Vier ausgebildete Tierschutzlehrer/Innen von der Bayerischen Tierschutzjugend im Deutschen Tierschutzbund Landesverband Bayern e.V. PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 28. November 2012 um 02:00 Uhr

Vier ausgebildete Tierschutzlehrer/Innen von der Bayerischen Tierschutzjugend im Deutschen Tierschutzbund Landesverband Bayern e.V.

 

Tierschutzlehrer für den Unterricht:

 

Dieses Angebot des Landesverbands Bayern an die Schulen ab sofort nutzbar. Jörg Barth und Ramona Reichenwallner,(Tierschutzverein Traunstein),

 Astrid Baltzer (Tierschutzschule e.V.), Corinna Heinrich (Tierschutzverein Schweinfurt)haben sich in den letzten Monaten dazu weiterqualifiziert.

 
Der Lehrgang an der Tierschutzakademie bei München ist abgeschlossen. An mehreren Wochenenden beschäftigten sich dort die Teilnehmer mit den unterschiedlichsten

Themen rund um den Tierschutz. Dabei reichte das Ausbildungsspektrum von Tieren in der Landwirtschaft über Haustiere und Wildtiere bis hin zu Lehrmethoden im Unterricht.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 28. November 2012 um 02:12 Uhr
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Tiere im Versuch (DTB) PDF Drucken E-Mail
Montag, 19. November 2012 um 09:04 Uhr

 

Entwürdigt. Entstellt. Entsorgt.

Tiere in Versuchen

motiv_tierversuchskampagne_191-kl

Nach einer Statistik des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft von November 2012 wurden 2011 55.000 (zwei Prozent) mehr Tiere für Versuche eingesetzt als im Jahr zuvor. Erneut stieg der Verbrauch im Bereich der Gentechnik um 1,2 Prozent - fast 9.000 mehr Tiere als 2010. Auch rund 200.000 Fische, 106.000 Vögel, 87.700 Kaninchen, 15.800 Schweine, 2.474 Hunde, 1.796 Affen und 585 Katzen mussten für den Forscherehrgeiz und wirtschaftliche Interessen ihren Kopf hinhalten. Selbst für Ausbildungszwecke mussten fast 68.000
Tiere, darunter sogar 200 Affen und 2.300 Schweine, ihr Leben lassen.

Im November 2010 ist die neue EU-Tierversuchsrichtlinie in Kraft getreten. Innerhalb von zwei Jahren müssen die EU-Mitgliedsstaaten die Richtlinie in nationales Recht umsetzen. Mit seiner Kampagne "Tierversuchsprotest" will der Deutsche Tierschutzbund sich für einen maximal möglichen Schutz für Versuchstiere in Deutschland einsetzen.

Denn leider sind die Inhalte der neuen Richtlinie aus Tierschutzsicht enttäuschend: ob die fast ungebremste Verwendung von Affen, eine fehlende Verpflichtung zum Einsatz von vorhandenen tierversuchsfreien Methoden oder das lasche Genehmigungsverfahren für Tierversuche.

 

 

Tierversuchsprotest-Motiv. 

Mit Klick Plakat als PDF herunterladen.


Weitere Informationen erhalten Sie vom Deutschen Tierschutzbund e.V. unter: http://www.tierschutzbund.de/tierversuchsprotest.html

Zuletzt aktualisiert am Montag, 19. November 2012 um 09:17 Uhr
 
Pelz ist Tierqualmode (DTB) PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 15. November 2012 um 03:10 Uhr

Pelz ist Tierqualmode, (15.12.2012 Pressemeldung DTB)
zudem in Deutschland gesetzeswidrig produziert

In der kalten Jahreszeit sieht man wieder die größte Modesünde: Pelz. Der Deutsche Tierschutzbund erneuert daher seine Forderung nach einem Verbot der Haltung und der Zucht von Pelztieren, wie es England und Österreich bereits umgesetzt haben. Den Verbraucher ruft der Verband auf, generell keinen Pelz zu kaufen. Das gilt auch für solche Produkte, in denen Pelz als Accessoires an Jacken, Mützen oder Schuhen verarbeitet ist. Dass den deutschen Pelztierfarmern der Tierschutz egal ist, zeigt folgender Umstand: Seit Ende 2011 gilt die nächste Stufe der Pelztierhaltungsverordnung, welche größere Käfigmaße vorschreibt. Keine Farm in Deutschland hält diese bislang ein.

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Katzen-Kastrationspflicht PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 27. September 2012 um 06:56 Uhr

Katzenschutz-Deutscher Tierschutzbund e.V.

 Schon seit mehreren Jahren stellt die konsequente Verbesserung des Katzenschutzes einen Schwerpunkt der Arbeit des Deutschen Tierschutzbundes dar. Das gilt im Besonderen auch für frei lebende Katzen.  1-katze-kl Zudem sehen sich die Tierheime jedes Jahr mit einer "Katzenschwemme" konfrontiert, weil die Besitzer ihre Tiere nicht kastrieren lassen und die ungewollten Katzenjungen im Tierheim abgegeben werden. Durchschnittlich beherbergt jedes Tierheim 220 Katzen pro Jahr. Auch Fundtiere sind zumeist Katzen.

Der Deutsche Tierschutzbund hat deshalb Bundesministerin Ilse Aigner den Entwurf einer Katzenschutzverordnung übermittelt. Er enthält sowohl Vorgaben für die Haltung von Katzen als auch Vorschläge, wie die unkontrollierte Vermehrung von frei lebenden Katzen und damit eine weitere Verschlimmerung des Katzenelendes verhindert werden kann.

Die zum Teil große Anzahl frei lebender Katzen stellt die Kommunen und Gemeinden vor große Probleme. Sie stammen letztlich alle von Katzen ab, die sich in der Obhut von Menschen befanden und deren Fortpflanzung nicht kontrolliert wurde. Unkastrierte Katzen können sich zwei bis dreimal im Jahr fortpflanzen - bei drei bis fünf Jungen pro Wurf steigt ihre Zahl schnell sprunghaft an, wie auch unsere Grafik rechts zeigt. Das Schicksal dieser Tiere ist ungewiss, nicht selten können sie mangels Futter und Pflege nicht überleben.

Bild: ©wf

Einführung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht-auch in Bayern!

Um das Problem der immer weiter anwachsenden Katzenpopulationen einzudämmen, schlägt der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit den ihm angeschlossenen Tierschutzvereinen eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen in den Kommunen vor. Gute Erfahrungen gibt es damit bereits in der Stadt Paderborn, die als erstes 2008 eine entsprechende Vorschrift in die Kommunalverordnung aufgenommen hat. Die zuständigen Veterinärbehörden klären dort die Katzenhalter über das Problem der unkontrollierten Fortpflanzung auf. Die Zahl der Kastrationen der Katzen aus privater Haltung hat daraufhin deutlich zugenommen.

Die Mitgliedsvereine werden mit Unterstützung des Dachverbandes aktiv und gehen auf die Bürgermeister zu, um entsprechende Änderungen der Kommunalverordnungen anzuregen. Eine Liste der Städte und Gemeinden, die ihre Kommunalverordnung bereits entsprechend ergänzt haben, finden sie hier.

Mit unserer Initiative wollen wir erreichen, dass eine Lösung für dieses gravierende Tierschutzproblem schnell herbeigeführt wird,auch in Bayern


 

 
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