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Donnerstag, 21. Januar 2010 um 18:56 Uhr

Zucht von Versuchsaffen verhindert

Gericht stoppt geplantes Zuchtzentrum in Puerto Rico

 

 

Das Kammergericht in Guayama, Purto Rico, stoppte am 30. Dezember 2009 die Pläne der Firma Bioculture LtD. auf Puerto Rico, Affen für Versuchslabors zu züchten. Anwohner hatten gegen den Bau eines Zuchtzentrums geklagt und erhielten dabei tatkräftige Unterstützung von Tierschutzorganisationen.

Bioculture mit Hauptsitz Mauritius ist dem Deutschen Tierschutzbund bekannt. 2006 enthüllte er den grausamen Fang von Affen aus der mauritanischen Wildnis, die dann selbst oder deren Nachkommen in die Labors rund um Welt transportiert werden. Er stellte sein Bild- und Filmmaterial für den Prozess zur Verfügung.
 
Das Gericht begründete seine Entscheidung mit Unstimmigkeiten im Genehmigungsverfahren. Untersuchungen des Senats ergaben zudem, dass die Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Umwelt unzureichend berücksichtigt wurden. Bioculture kann gegen das Urteil Einspruch erheben. Die Tierschützer werden falls nötig weitere Aktivitäten einleiten.
 
Affen wird nicht nur in den Versuchen erhebliches Leid zugefügt, sondern bereits die Beschaffung der Tiere stellt aus Tierschutzsicht ein großes Problem dar. 70 Prozent der in der EU verwendeten Affen werden aus Drittländern, wie China, Vietnam, Mauritius oder Indonesien importiert. Dort werden sie aus der Wildnis gefangen, unter erbärmlichen Bedingungen gehalten und vermehrt. Erhebliches zusätzliches Leid und hohe Verlustraten werden in Kauf genommen

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 21. Januar 2010 um 19:22 Uhr
 
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