Start Tierschutzpolitik Bundespolizei stoppt Hundetransporter auf der BAB bei Marktredwitz
Bundespolizei stoppt Hundetransporter auf der BAB bei Marktredwitz PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 17. Juni 2014 um 05:12 Uhr

Hunderettung auf der Autobahn!

 

Bundespolizei stoppt Transporter bei Marktredwitz.

 

Am 14.06.2014 wurde bei Marktredwitz, Oberfranken ein Transporter der Sprinterklasse mit italienischem Kennzeichen auf der Autobahn durch die Bundespolizei gestoppt. Im Auto auf der Ladefläche befanden insgesamt 31 Hunde, davon 4 Welpen und etliche Junghunde in völlig verkoteten Käfigen und teilweise in einem sehr desolaten Zustand.transporter-s4200329

 

Die rumänischen Fahrer (2 Männer und 1 Frau) waren nach eigenen Angaben mit den Tieren auf dem Weg zu ihren Abnehmern in Deutschland, Belgien und England. Aufgrund des schlechten Zustandes der Hunde stellten die Beamten die Tiere jedoch sicher und verständigte des Tierschutzverein Wunsiedel und das Tierheim Breitbrunn, die ihrerseits sofort den Deutschen Tierschutzbund Bayern um Unterstützung bei der Unterbringung der vielen Hunde bat.

 

Als die Präsidiumsmitglieder des Landesverbandes die Tiere in Begleitung der Polizei im Tierheim Breitbrunn im Empfang nahm, bot sich den Helfern ein erschütterndes Bild: völlig erschöpfte, verängstigte, teils apathische Hunde, die auch alle samt unterversorgt waren.th-wunsiedel-s4200336

 

Bei der Erstuntersuchung einer Tierärztin bestätigte sich der Verdacht, dass nahezu alle Tiere Erkrankungen wie Husten, Räude, Milben, Flöhe und Durchfall hatten. Zusätzlich waren drei frisch operierte Hündinnen dabei und grundsätzlich der Verdacht auf den Parvo-Virus unter den Hunden.

 

„Die Helfer haben bis in die Nacht und bis zur eigenen Erschöpfung für die Unterbringung und Versorgung dieser armen Kreaturen gesorgt! Inzwischen haben wir sie auf die Tierheime Wunsiedel, Feucht, Lichtenfels, Bamberg und Hersbruck verteilen können!“ berichtet Andreas Brucker, stellvertretender Geschäftsstellenleiter des Landesverbandes Bayern im Deutschen Tierschutzbund.

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Ob in diesem Fall nur eine Ordnungswidrigkeit nach §16 TSchG oder eine Straftat nach §17 TSchG vorliegt, muss noch geprüft werden ebenso, ob ein Verstoß gegen das Seuchenschutzgesetz vorliegt.

 

 

„Es kann nicht sein, dass sogenannte „Tierfreunde“ kranke und geschwächte Hunde auf so eine lange Reise schicken! Viele dieser Hunde hätten die Fahrt bis nach Belgien oder England vermutlich gar nicht überlebt, und das unter dem Deckmantel Tierschutz! Das Bayerische Staatsministerium haben wir ebenfalls eingeschaltet, die uns in diesem Fall mit unterstützt.“ so Nicole Brühl, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern.

 

Wichtiger Hinweis zum illegalen Welpen handel!

http://www.ovb-online.de/bayern/illegaler-welpen-handel-nimmt-3655580.html

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 27. Juni 2014 um 00:38 Uhr
 
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