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Sonntag, 01. Juli 2012 um 03:24 Uhr

Tag gegen Tiertransporte:
Politik muss Tierleid auf Europas Straßen endlich beenden (DTB)

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Anlässlich des Tages gegen Tiertransporte am 1. Juli erinnert der Deutsche Tierschutzbund an die Qualen, die Tiere noch immer tagtäglich auf Europas Straßen erleiden müssen. Der Verband mahnt die Politik, endlich zu handeln.

Die unzureichenden Bestimmungen werden zu wenig kontrolliert, Verstöße oft nicht konsequent genug geahndet. Der Druck, gerade auf EU-Ebene und den zuständigen Kommissar John Dalli, ist hoch. Mehr als 1,1 Millionen Bürger haben für eine Begrenzung der Transportzeiten unterschrieben und auch das EU-Parlament in Straßburg fordert, Tiertransporte auf acht Stunden zu limitieren. 
 


„Transportzeiten von mehrmals bis zu 29 Stunden nacheinander mit Ladedichten, drückender Hitze und quälendem Durst - so sieht die Realität bei Transporten lebender Tiere in Europa noch immer aus", beschreibt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die immer noch vorherrschenden katastrophalen Zustände.
 
Jährlich werden über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und vier Milliarden Stück Geflügel in der EU allein zum Schlachten transportiert. Regelmäßig kommt es dabei zu Verletzungen und zu Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden Vorgaben.

Pferdetransporte von Litauen nach Italien, Schweinetransporte von Dänemark nach Osteuropa: Es gibt kein Limit, wann ein Transport enden muss. Vielfach werden die Tiere tagelang durch Europa und weiter gekarrt, nur um geschlachtet zu werden.

Hinzu kommen tagelange Zuchtrindertransporte von Deutschland in die Türkei, die ebenfalls unter katastrophalen Bedingungen für die Tiere stattfinden. Scharf kritisiert der Verband auch die politischen Bemühungen, doppelstöckige Rinder-Tiertransporte weiter zuzulassen. „Es geht darum, weniger Tiere auf kürzeren Strecken zu transportieren, nicht die Qual auch noch zu erhöhen", so Schröder.
 
1,1 Millionen Unterschriften für John Dalli
Ein wichtiger Schritt wäre eine generelle Begrenzung der Tiertransportdauer, wie der Deutsche Tierschutzbund sie seit Jahren fordert. Der Verband unterstützte daher die Kampagne "8hours". Mehr als 1,1 Millionen Unterschriften sind dem zuständigen EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, John Dalli, im Juni übergeben worden, rund ein Drittel der Stimmen kamen aus Deutschland. Dalli räumte bei der Unterschriften-Übergabe ein, dass es Tierschutzprobleme bei den Transporten gebe und kündigte eine Überarbeitung der bestehenden gesetzlichen Grundlagen an.


 
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