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Dienstag, 17. Mai 2011 um 22:00 Uhr

„Gassigeher“ in bayerischen Tierheimen willkommen!

 

Der Hund als ältester tierischer Begleiter des Menschen nimmt in unserer Gesellschaft für viele einen hohen emotionalen Stellenwert ein. Nicht jeder Hundefreund, kann sich einen eigenen Hund halten. Viele stehen vor dem Problem, dass sie in Ihrer Mietswohnung keine Hunde halten dürfen, den ganzen Tag in der Arbeit sind, oder die Haltung eines Hundes sich finanziell nicht leisten können.

 

In den meisten Mitgliedstierheimen des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern gibt es aber die Möglichkeit mit einem Tierheimhund spazieren zu gehen. In den meisten Tierheimen gehören die ehrenamtlichen Gassigeher zum Alltag, sie sind hochgeschätzt und willkommen. Entgegen dem, was oft behauptet wird, muss ein Gassigeher für seine Tätigkeit weder Geld bezahlen, noch eine Prüfung ablegen. Natürlich möchten die Tierheimmitarbeiter den Hund in guten Händen wissen, aber dazu reicht meistens ein ausführliches Gespräch mit dem Tierfreund, in vielen Fällen ganz entspannt bei einer Tasse Kaffee. Dann wird der sogenannte Gassigehervertrag geschlossen, der schriftlich die „Spielregeln“ festlegt, z.B. den Hund nicht von der Leine zu lassen, mit ihm keine Gaststätten aufzusuchen und Rücksicht auf andere Spaziergänger zu nehmen. Durch den Gassigehervertrag sind die Gassigeher auch über die Tierheimhaftpflichtversicherung versichert.

Nach Garmisch-Partenkirchen zum Beispiel, kommen Touristen seit Jahren immer wieder in Urlaub, weil sie dort mit Hunden aus dem Tierheim Wanderungen unternehmen können. Und oft reist dann ein bayerischer Tierheimhund mit neuen Besitzern nachhause.

Zu der Verantwortung des Gassigehers, wie jedem Hundebesitzer, gehört aber auch in der Öffentlichkeit rücksichtsvoll mit den Tieren aufzutreten. Das heißt, auch verantwortungsvoll mit den Hinterlassenschaften der Hunde umzugehen und die „Häufchen“ sofort mittels einer Tüte zu entfernen. Dieses positive Verhalten der Gassigeher und Hundebesitzer trägt sehr zu einem friedlichen Miteinander von Hundehaltern und Nicht-Hundebesitzern bei und sorgt dafür, dass unsere treuen Vierbeiner überall gerne gesehen werden.

„Wenn Sie ein Hundefreund sind, sich aber keinen eigenen Hund halten können, kann ich Ihnen nur raten sich bei eines unserer Mitgliedtierheimen als Gassigeher anzumelden. Auch Kinder, in Begleitung ihrer Eltern, profitieren sehr von den Spaziergängen mit einem Tierheimhund, und freuen sich helfen zu können.“ Rät Nicole Brühl, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern.

Informationen zu den Mitgliedsvereinen in Bayern gibt es im Internet unter: www.tierschutz-bayern.de.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 17. Mai 2011 um 22:28 Uhr
 
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